Die Ursachen der Psoriasis umfassen genetische, immunologische, umweltbedingte und andere Faktoren, und ihre Pathogenese ist noch nicht vollständig geklärt.
1. Genetische Faktoren
Zahlreiche Studien belegen, dass genetische Faktoren eine wichtige Rolle in der Pathogenese der Psoriasis spielen. Eine familiäre Vorbelastung ist bei 10 % bis 23,8 % der Patienten in China und bei etwa 30 % im Ausland gegeben.Die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Psoriasis zu bekommen, beträgt 2 %, wenn keiner der Elternteile die Krankheit hat, 41 %, wenn beide Elternteile die Krankheit haben, und 14 %, wenn ein Elternteil die Krankheit hat.Studien an Zwillingen mit Psoriasis haben gezeigt, dass eineiige Zwillinge mit einer Wahrscheinlichkeit von 72 % und zweieiige Zwillinge mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 % gleichzeitig an Psoriasis erkranken. Mehr als zehn sogenannte Suszeptibilitätsloci wurden identifiziert, die stark mit der Entwicklung von Psoriasis assoziiert sind.
2. Immunfaktoren
Eine abnorme Aktivierung von T-Lymphozyten und deren Infiltration in die Epidermis oder Dermis sind wichtige pathophysiologische Merkmale der Psoriasis und lassen auf eine Beteiligung des Immunsystems an der Entstehung und dem Fortschreiten der Erkrankung schließen.Jüngste Studien haben gezeigt, dass die IL-23-Produktion durch dendritische Zellen und andere antigenpräsentierende Zellen (APCs) die Differenzierung und Proliferation von CD4+ T-Helferzellen und Th17-Zellen induziert. Differenzierte, reife Th17-Zellen können verschiedene Th17-ähnliche Zellfaktoren wie IL-17, IL-21 und IL-22 sezernieren, welche die übermäßige Proliferation keratinbildender Zellen oder die Entzündungsreaktion von Synovialzellen stimulieren. Daher könnten Th17-Zellen und die IL-23/IL-17-Achse eine Schlüsselrolle in der Pathogenese der Psoriasis spielen.
3. Umwelt- und Stoffwechselfaktoren
Umweltfaktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Auslösung oder Verschlimmerung von Psoriasis oder bei der Verlängerung der Erkrankung. Dazu gehören Infektionen, psychischer Stress, schlechte Gewohnheiten (z. B. Rauchen, Alkoholismus), Traumata und Reaktionen auf bestimmte Medikamente.Das Auftreten von Psoriasis mit Dellenbildung ist häufig mit einer akuten Streptokokkeninfektion des Rachens verbunden. Eine Behandlung gegen die Infektion kann zu einer Besserung, Reduktion oder Remission der Hautläsionen führen. Psychischer Stress (wie z. B. Stress, Schlafstörungen, Überarbeitung) kann Psoriasis auslösen, verschlimmern oder rezidivieren lassen. Der Einsatz von Suggestionstherapie kann die Beschwerden lindern. Es hat sich außerdem gezeigt, dass Bluthochdruck, Diabetes, Hyperlipidämie, koronare Herzkrankheit und insbesondere das metabolische Syndrom bei Psoriasis-Patienten häufig vorkommen.
Veröffentlichungsdatum: 17. März 2023