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Anwendung der UV-Phototherapie bei der Behandlung von Psoriasis

Psoriasis ist eine chronische, wiederkehrende, entzündliche und systemische Hauterkrankung, die durch genetische und Umwelteinflüsse verursacht wird.Neben den Hautsymptomen können bei Psoriasis auch Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Verdauungsbeschwerden sowie bösartige Tumore und andere systemische Erkrankungen auftreten. Obwohl die Erkrankung nicht ansteckend ist, beeinträchtigt sie hauptsächlich die Haut und das Aussehen erheblich, was für die Betroffenen eine große physische und psychische Belastung darstellt und ihre Lebensqualität stark mindert.

Wie genau funktioniert die ultraviolette Phototherapie bei Psoriasis?

1.Tdie konventionelle Behandlung von Psoriasis

Topische Arzneimittel sind die Hauptbehandlungsmethode bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis. Die Behandlung mit topischen Arzneimitteln richtet sich nach Alter, Krankengeschichte, Psoriasis-Typ, Krankheitsverlauf und Art der Läsionen des Patienten.

Häufig verwendete Medikamente sind Glukokortikoide, Vitamin-D3-Derivate, Retinsäure usw. Bei Patienten mit Schuppenflechte der Kopfhaut und mittelschweren bis schweren Läsionen wird die systemische Anwendung von oralen Medikamenten oder Biologika wie Methotrexat, Ciclosporin und Retinsäure empfohlen.

 2.Tdie Eigenschaften der ultravioletten Phototherapie

Die UV-Phototherapie ist neben Medikamenten eine empfehlenswerte Behandlungsmethode bei Psoriasis. Sie induziert hauptsächlich den programmierten Zelltod (Apoptose) von T-Zellen in den Psoriasis-Läsionen, hemmt so das überaktive Immunsystem und fördert die Rückbildung der Läsionen.

Die UV-Therapie umfasst hauptsächlich BB-UVB (>280–320 nm), NB-UVB (311 ± 2 nm), PUVA (oral, als Badezusatz und lokal) sowie weitere Behandlungsformen. Die Heilwirkung von NB-UVB war bei der UV-Behandlung von Psoriasis besser als die von BB-UVB, aber schwächer als die von PUVA. Dennoch ist NB-UVB die am häufigsten angewendete UV-Therapie und zeichnet sich durch hohe Sicherheit und einfache Anwendung aus. Eine topische UV-Behandlung wird empfohlen, wenn die betroffene Hautfläche weniger als 5 % der Körperoberfläche beträgt. Bei einer betroffenen Hautfläche von mehr als 5 % der Körperoberfläche wird eine systemische UV-Behandlung empfohlen.

 3.NB-UVB-Behandlung von Psoriasis

Bei der Behandlung von Psoriasis liegt der Hauptwirkungsbereich von UVB im Bereich von 308–312 nm. Das Wirkspektrum von NB-UVB (311 ± 2 nm) ist reiner als das von BB-UVB (280–320 nm) und erzielt eine bessere Wirkung, vergleichbar mit der von PUVA. Zudem reduziert es die durch unwirksames UVB verursachte Hautrötung. Es gilt als gut verträglich; es wurde kein Zusammenhang mit Hautkrebs festgestellt. NB-UVB ist derzeit die am häufigsten angewendete Therapieform bei Psoriasis.


Veröffentlichungsdatum: 16. Februar 2023