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Welche Nebenwirkungen hat die UVB-Phototherapie bei der Behandlung von Psoriasis?

Psoriasis ist eine häufige, vielgestaltige, leicht rezidivierende und schwer heilbare Hauterkrankung. Neben äußerlicher medikamentöser Therapie, oraler systemischer Therapie und biologischer Behandlung gibt es auch die physikalische Therapie. Die UVB-Phototherapie ist eine Form der physikalischen Therapie. Doch welche Nebenwirkungen hat die UVB-Phototherapie bei Psoriasis?

Was ist UVB-Phototherapie? Welche Krankheiten können damit behandelt werden?
UVB-PhototherapieZur Behandlung von Krankheiten werden künstliche Lichtquellen oder Sonnenstrahlung eingesetzt. Die Anwendung ultravioletter Strahlung auf den menschlichen Körper wird als UV-Therapie bezeichnet. Das Prinzip der UVB-Phototherapie besteht darin, die Vermehrung von T-Zellen in der Haut zu hemmen, epidermale Hyperplasie und Verdickung zu verhindern, Hautentzündungen zu reduzieren und somit Hautschäden zu mindern.

Die UVB-Phototherapie zeigt gute Wirkung bei der Behandlung verschiedener Hauterkrankungen wie Psoriasis, spezifischer Dermatitis, Vitiligo, Ekzemen, chronischer Pityriasis mit Bryophytenbefall usw. Bei der Behandlung von Psoriasis spielt UVB-Strahlung (Wellenlänge 280–320 nm) eine wichtige Rolle; dabei wird die Haut dem UVB-Licht ausgesetzt.ultraviolettes Lichtzu einem bestimmten Zeitpunkt; die UVB-Phototherapie besitzt verschiedene Eigenschaften wie entzündungshemmende, immunsuppressive und zytotoxische Wirkungen.

Welche Klassifizierungen gibt es für die Phototherapie?
Die optische Therapie der Psoriasis lässt sich im Wesentlichen in vier Kategorien einteilen: UVB-, NB-UVB-, PUVA- und Excimerlaserbehandlung. UVB-Therapie ist dabei die bequemste und kostengünstigste Methode, da sie…UVB-Phototherapie zu Hause anwendenUVB-Phototherapie wird üblicherweise für Erwachsene und Kinder mit Psoriasis empfohlen. Bei dünnen Psoriasis-Läsionen ist die Wirkung der Phototherapie relativ deutlich.

Was sind die Vorteile vonUVB-Phototherapie bei Psoriasis?
Die UVB-Phototherapie ist in den Leitlinien zur Diagnose und Behandlung von Psoriasis (Ausgabe 2018) enthalten, und ihre therapeutische Wirkung ist belegt. Statistiken zeigen, dass 70 bis 80 % der Psoriasis-Patienten nach zwei bis drei Monaten regelmäßiger Phototherapie eine Linderung der Hautläsionen um 70 bis 80 % erreichen.

Allerdings ist die Phototherapie nicht für alle Patienten geeignet. Leichte Psoriasis wird hauptsächlich mit topischen Medikamenten behandelt, während die UVB-Phototherapie eine sehr wichtige Behandlungsmethode für Patienten mit mittelschwerer und schwerer Psoriasis darstellt.

UVB-Phototherapie
Schmalband-Ultraviolett B

Die Phototherapie kann das rezidivfreie Intervall der Erkrankung verlängern. Bei einem leichten Krankheitsverlauf kann die Rezidivfreiheit über mehrere Monate erhalten bleiben. Bei hartnäckigen Verläufen und schwer zu entfernenden Hautläsionen ist das Rezidivrisiko höher, und es können 2–3 Monate nach Beendigung der Phototherapie neue Hautläsionen auftreten. Um eine bessere Therapiewirkung zu erzielen und Rezidive zu reduzieren, wird die Phototherapie in der klinischen Praxis häufig mit topischen Medikamenten kombiniert.

In einer Beobachtungsstudie zur Wirksamkeit von Tacathinol-Salbe in Kombination mit UVB-Strahlung mit schmalem Spektrum bei der Behandlung von Psoriasis vulgaris wurden 80 Patienten einer Kontrollgruppe zugeteilt, die nur UVB-Phototherapie erhielt, und einer Behandlungsgruppe, die topisches Tacalcitol (zweimal täglich) in Kombination mit UVB-Phototherapie und Körperbestrahlung jeden zweiten Tag erhielt.

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass sich die beiden Patientengruppen hinsichtlich des PASI-Scores und der Wirksamkeit der Behandlung bis zur vierten Woche nicht signifikant unterschieden. Im Vergleich zur achtwöchigen Behandlung verbesserte sich der PASI-Score (Schweregrad der Psoriasis-Hautläsionen) in der Behandlungsgruppe jedoch deutlich, und die Wirksamkeit war der Kontrollgruppe überlegen. Dies deutet darauf hin, dass die kombinierte Anwendung von Tacalcitol und UVB-Phototherapie bei der Behandlung von Psoriasis wirksamer ist als die alleinige UVB-Phototherapie.

Was ist Tacacitol?

Tacalcitol ist ein Derivat des aktiven Vitamin D3. Ähnliche Medikamente enthalten das stark reizende Calcipotriol, das die Proliferation epidermaler Zellen hemmt. Psoriasis wird durch eine übermäßige Proliferation epidermaler Gliazellen verursacht, was zu Rötungen und silbrig-weißen Hautschuppen führt.

Tacalcitol ist bei der Behandlung von Psoriasis (auch intravenöser Psoriasis) mild und reizt die Haut weniger. Je nach Schweregrad der Erkrankung sollte es 1-2 Mal täglich angewendet werden. Warum ist es so mild? Weil es an allen Körperstellen außer Hornhaut und Bindehaut angewendet werden kann, da es auf dünner und empfindlicher Haut angewendet werden kann. Calcipotriol hingegen ist stark reizend und darf nicht im Kopf- und Gesichtsbereich angewendet werden, da es dort zu Juckreiz, Dermatitis, Ödemen um die Augen oder im Gesicht sowie anderen Nebenwirkungen kommen kann. Bei einer Kombinationsbehandlung mit UVB-Phototherapie (dreimal wöchentlich) und Tacalcitol zweimal täglich wird die Behandlung empfohlen.

Welche Nebenwirkungen kann die UVB-Phototherapie haben? Worauf sollte man während der Behandlung achten?

Im Allgemeinen sind die meisten Nebenwirkungen einer UVB-Behandlung, wie Juckreiz, Verbrennungen oder Blasenbildung, relativ vorübergehend. Daher muss bei partiellen Hautläsionen die gesunde Haut vor der Phototherapie gut abgedeckt werden. Unmittelbar nach der Phototherapie sollte nicht geduscht werden, um die UV-Absorption und die Phototoxizität nicht zu verringern.

Während der Behandlung sollten Sie keine lichtempfindlichen Obst- und Gemüsesorten wie Feigen, Koriander, Limetten, Salat usw. verzehren; außerdem dürfen Sie keine lichtempfindlichen Medikamente einnehmen: Tetracyclin, Sulfonamide, Promethazin, Chlorpromethazinhydrochlorid.

Und scharfe, reizende Lebensmittel, die die Beschwerden verschlimmern können, sollten möglichst wenig oder gar nicht verzehrt werden. Zu diesen Lebensmitteln gehören beispielsweise Meeresfrüchte, Tabak und Alkohol. Durch eine angemessene Ernährungsumstellung kann die Heilung der Hautläsionen gefördert und ein Wiederauftreten der Psoriasis wirksam verhindert werden.

Schlussfolgerung: Die Phototherapie bei der Behandlung von Psoriasis kann die Psoriasis-Läsionen lindern; eine sinnvolle Kombination topischer Medikamente kann den Behandlungseffekt verbessern und das Wiederauftreten verringern.


Veröffentlichungsdatum: 07.06.2022