DSC05688 (1920x600)

Konfiguration und Anforderungen des Intensivstationsmonitors

Der Patientenmonitor ist das Basisgerät auf der Intensivstation. Er kann Mehrkanal-EKG, Blutdruck (invasiv oder nicht-invasiv), Atmung, Sauerstoffsättigung (SpO2), Temperatur und weitere Kurvenformen oder Parameter in Echtzeit und dynamisch überwachen. Darüber hinaus kann er die gemessenen Parameter analysieren und verarbeiten, Daten speichern, Kurvenformen wiedergeben usw. Im Intensivstationsbau lassen sich Überwachungssysteme in Einzelbett-Überwachungssysteme und zentrale Überwachungssysteme unterteilen.

1. Art des zu überwachenden Patienten
Bei der Auswahl des geeigneten Monitors für die Intensivstation muss der Patiententyp berücksichtigt werden. So sollte bei Herzpatienten die Überwachung und Analyse von Herzrhythmusstörungen erfolgen. Bei Säuglingen und Kindern ist eine perkutane CO₂-Überwachung erforderlich. Und bei instabilen Patienten ist die Wiedergabe von Herzkurven notwendig.

2. Auswahl der Parameter des Patientenmonitors
Bettseitiger MonitorDer Monitor ist das Basisgerät auf der Intensivstation. Moderne Monitore erfassen hauptsächlich EKG, Atmung, nicht-invasive Blutdruckmessung (NIBP/IBP), Temperatur, Sauerstoffsättigung (SpO2) und weitere Testparameter. Einige Monitore verfügen über ein Erweiterungsmodul, das als Plug-in-Modul genutzt werden kann. Bei Bedarf können neue Module zur Aktualisierung in das Gerät eingesetzt werden. Es empfiehlt sich, innerhalb einer Intensivstation Monitore desselben Herstellers und Modells zu verwenden. Jedes Bett ist mit einem Standardmonitor ausgestattet. Nicht häufig benötigte Parametermodule können als Ersatzteile bereitgehalten werden; ein oder zwei Module sind im Lieferumfang enthalten und können untereinander ausgetauscht werden.
Moderne Monitore bieten zahlreiche Funktionsparameter. Dazu gehören beispielsweise Mehrkanal-EKG (ECO) für Erwachsene und Neugeborene, 12-Kanal-EKG, Arrhythmie-Überwachung und -Analyse, ST-Strecken-Überwachung und -Analyse am Krankenbett, nicht-invasive Blutdruckmessung (NIBP) für Erwachsene und Neugeborene, SpO2, Atmung, Körperhöhlen- und Oberflächentemperatur, 1- bis 4-Kanal-IBP, intrakranielle Druckmessung, CO2- und SVO2-Mischung, ETCO2/2 im Hauptstrom, ETCO2 im Seitenstrom, Sauerstoff- und Lachgasmessung, Gasanalyse, EEG, Berechnung grundlegender physiologischer Funktionen, Medikamentendosierungsberechnung usw. Zudem sind Druck- und Speicherfunktionen vorhanden.

ICU-Monitor IE12
ICU-Monitor IE15

3. Anzahl der Monitore. IntensivstationsmonitorAls Basisgerät wird jeweils 1 Stück pro Bett installiert und zur besseren Übersicht am Bettrand oder an der Funktionssäule befestigt.

4. Zentrales Überwachungssystem
Das zentrale Multiparameter-Überwachungssystem zeigt gleichzeitig verschiedene Überwachungskurven und physiologische Parameter, die von den Patientenmonitoren an jedem Bett erfasst werden, auf einem großen Bildschirm der zentralen Überwachungsanlage über das Netzwerk an. So kann das medizinische Personal für jeden Patienten gezielt geeignete Maßnahmen ergreifen. Beim Aufbau moderner Intensivstationen wird üblicherweise ein zentrales Überwachungssystem eingerichtet. Dieses wird an der Pflegestation der Intensivstation installiert und ermöglicht die zentrale Überwachung der Daten mehrerer Betten. Es verfügt über einen großen Farbbildschirm, der die Überwachungsinformationen der gesamten Intensivstation gleichzeitig anzeigt und die Überwachungsdaten und Kurvenverläufe einzelner Betten vergrößert darstellen kann. Es verfügt über eine Alarmfunktion bei abnormalen Kurvenverläufen, die Eingabe von mehr als 10 Parametern pro Bett, bidirektionale Datenübertragung und einen Drucker. Das vom zentralen Überwachungssystem verwendete digitale Netzwerk ist meist sternförmig aufgebaut, und die von vielen Herstellern angebotenen Überwachungssysteme nutzen Computer zur Kommunikation. Der Vorteil besteht darin, dass sowohl die Patientenmonitore als auch die zentrale Überwachungsanlage als Knotenpunkte im Netzwerk betrachtet werden. Das zentrale System fungiert als Netzwerkserver. Patientenmonitore und zentrales System können Informationen bidirektional austauschen, und die Patientenmonitore kommunizieren untereinander. Das zentrale Überwachungssystem kann eine Echtzeit-Wellenform-Beobachtungsstation und eine KIS-Workstation einrichten. Über das Gateway und einen Webbrowser können Echtzeit-Wellenformbilder betrachtet, die Wellenforminformationen eines bestimmten Patientenbetts vergrößert und analysiert, abnormale Wellenformen vom Server extrahiert und wiedergegeben, Trendanalysen durchgeführt und bis zu 100 Stunden EKG-Wellenformen gespeichert werden. Es ermöglicht die Analyse von QRS-Komplex, ST-Strecke und T-Strecke. Ärzte können Echtzeit- und historische Daten und Informationen von Patienten an jedem Knotenpunkt des Krankenhausnetzwerks einsehen.


Veröffentlichungsdatum: 19. April 2022